| :::REVIEW DES MUSIK-MAGAZINS ROCKHARD::: |
![]() Hier gehts zur Homepage The Dream I Live In (61:49) Von wegen Hinterwäldler. Was die 4 BACKWOODS auf ihrem „The Dream I Live In“-Debüt im Angebot haben, ist aller Ehren wert. Als „Street-Rock mit Ohrwurmqualitäten“ bezeichnen die Kölner ihren hymnenhaften Sound, mit dem man nicht nur auf den Spuren von Nickelback wandelt, sondern ab und an auch Helmet huldigt. Denn dass man sich einige Riffs von Page Hamilton & Co. „ausgeliehen“ hat, wird das Quartett kaum bestreiten können. Pluspunkte können die Rheinländer vor allen Dingen mit dem markanten Gesang von Gitarrist Daniel Wagner, den mehrstimmigen Chören und der sauberen Produktion von Zeltinger-Gitarrist Alex Parche und Uwe Sabirowsky (Mike Patton, Thumb, Beatsteaks, Keith Caputo) sammeln. Andererseits fehlt den Jungs leider der große Ohrwurm, den man in der Sparte zwingend zum Durchbruch braucht, und beim völlig überflüssigen Remake der 2Pac-Nummer ´California Love´ rollen sich einem die Fußnägel hoch. Ansonsten zählen die Rheinländer sicher zu den viel versprechendsten Emporkömmlingen der europäischen Nu-Rock-Liga der letzten Zeit. Buffo Schnädelbach These Little Things Die 4 BACKWOODS aus der Eifel könnten demnächst mit ein wenig Glück in die Fußstapfen von alten Bekannten wie den H-Blockx und insbesondere denen von Die Happy treten (Letztere durfte die Band auch schon einige Male im letzten Jahr supporten). Anders als auf ihrer ersten Demo-CD, bei der die eindeutigen H-Blockx-Einflüsse ein wenig Überhand gewannen, haben die Eifler auf ihrem neuesten Silberling zu einem eigenständigeren Stil gefunden. Mal lässt es Sänger Daniel Wagner in bester Dog Eat Dog- Manier krachen ('Fly'), dann schlägt er mit seiner Stimme wieder in ganz anderen Gefilden auf ('Friends'), die am ehesten mit eingängigen Bush- oder Sub7even-Midtempo-Krachern zu vergleichen wären. Besonders die Ballade 'Not Alone' lässt keinen Zweifel über das gehörige Songwriting-Potenzial der sympathischen BACKWOODS aufkommen. So ein Song könnte sich wochenlang in den Charts halten und gehörig am Ast von amerikanischen Kollegen wie Nickelback und Konsorten sägen. Einziger Wermutstropfen ist die meines Erachtens arg trockene Produktion, die der dynamischen Mucke nicht immer gerecht wird. Wer von euch Scratchen gepaart mit 'ner satten Seventies-Voice-Box, funkige Gitarrengrooves und Rock-Mucke mit Spaß inne Backen cool findet, sollte sich diese Scheibe auf alle Fälle zulegen, denn sie ist gespickt mit gnadenlos guten Ohrwürmern. Marcel Thenée
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